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Garten

Anbauplan fürs Gemüsebeet

Bald ist es soweit, die Gemüsegarten-Saison beginnt! Unempfindliche Gemüsearten können direkt ins Freiland gesät werden, andere ziehe ich in der Wohnung vor. Damit ich weiß, wie viel Saatgut ich benötige und wo am Feld die verschiedenen Gemüsepflanzen jeweils stehen sollen, mache ich mir immer einen genauen Plan. Bewährt hat sich eine Excel-Tabelle, in der ich je nach Platzbedarf der einzelnen Gemüsearten verschieden große Pflanzstreifen in unterschiedlichen Farben einzeichne.

 

Schrebergarten Gemüsebeet Anbau Aussaat

Die Gemüsesaison beginnt drinnen – am Computer.

Das ist gar nicht so simpel, wie es klingt, denn ich schau einerseits darauf, dass ich gute Nachbarn im Gemüsebeet kombiniere (siehe hier >>>) und schlechte Nachbarn vermeide (siehe hier >>>), und andererseits ist mein Gemüsefeld in vier Teile unterteilt, sodass Gemüse der gleichen Familie nie zwei Jahre hintereinander am selben Ort steht, sondern jedes Jahr weiterrückt. Meinen Beitrag zu Mischkultur und Fruchtfolge findet ihr hier: >>>

 

Dann kann man sich noch überlegen, was man wo als Vorkultur pflanzen könnte (vor Gemüsearten, die erst spät aufs Feld kommen, wie Tomaten, Mais oder Zucchini), bzw. welche Pflanzen den Gemüsearten nachfolgen könnten, die nur eine kurze Kulturdauer haben (wie Radieschen oder Jungzwiebeln). Auch hier muss man darauf achten, dass nicht zwei gleiche Pflanzenfamilien hintereinander angebaut werden! Brach liegen sollte eine Fläche nie. Im Zweifelsfall säe ich auf noch freien oder wieder freigewordenen Fleckerln Gründüngungspflanzen wie Tagetes, Phacelia, Ringelblumen oder Vogerlsalat aus, die dem Boden guttun.

 

Altes und Neues

Außerdem heißt es noch Evaluieren: Was hat letztes Jahr gut funktioniert? Was gar nicht? Es passt nicht jedes Gemüse für jeden Standort (oder für jede/n GärtnerIn), deshalb werden Arten, die sich in der Vergangenheit nicht bewährt haben, in der neuen Liste gestrichen. Bei mir waren das z.B. Porree oder Stangensellerie. Platz für neue Experimente!

 

Last, but not least geht es natürlich auch immer um den persönlichen Geschmack: Wovon war letztes Jahr zu viel da, weil man gar nicht so viel verarbeitet konnte oder wollte? Wovon könnte es mehr sein? Tomaten zum Beispiel kann ich nie zu viel haben, sie stehen in der Erntezeit fast täglich auf dem Speiseplan.

 

Was darf in eurem Gemüsegarten nicht fehlen?