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Genuss

Geliebter Wasserkefir

Seit etwa zwei Jahren bin ich ein Fan vom selbstgemachten Wasserkefir. Wieso und was das überhaupt ist?

 

Prinzipiell setzt sich Kefir aus Milchsäurebakterien und Hefen zusammen, die mit Wasser, Zucker, Zitrone und Dörrobst angeregt werden, zu gären und sich zu vermehren. Das schmeckt dann – eh klar – gärig, erinnert mich am ehesten an Most und ist recht erfrischend, vor allem, weil sich auch ein bisschen Kohlensäure bildet.

 

Das probiotische Getränk soll unter anderem die Darmflora positiv beeinflussen. Ich kann das nicht objektiv beurteilen, habe aber subjektiv das Gefühl, dass mir das regelmäßige Trinken gut tut – und außerdem schmeckt mir Kefir einfach gut.

 

Die Zubereitung

 

Die Zubereitung ist denkbar einfach – das Wichtigste dabei ist aber: Die Kefir-Kultur darf niemals mit Metall in Berührung kommen! Das heißt: Am besten Glas- oder Plastik-Behälter benutzen, und Löffel aus Holz oder Plastik.

 

Man braucht:

  • 1 Liter Wasser (chlorfrei)
  • mind. 3 EL Wasserkefir
  • 2–3 EL Zucker
  • 1 Trockenfrucht (z.B. getrocknete Feige, Pflaume, Dattel) – ungeschwefelt!
  • ½ Bio-Zitrone

 

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  1. Im Wasser den Zucker auflösen. Dann den Wasserkefir und die Trockenfrucht hineingeben. Die halbe Zitrone ein bisschen ins Wasser auspressen (je nachdem, wie säuerlich man das Kefir-Getränk haben will, etwas mehr oder weniger) und dann den Rest der Frucht auch mit ins Wasser geben.
  2. Das Gefäß verschließen (aber nicht luftdicht – ich habe eine Kanne mit Siebdeckel, bewährt hat sich auch Frischhaltefolie) und bei Zimmertemperatur 24 bis 48 Stunden stehen lassen. (Angeblich wirkt der Kefir bei kürzerer Fermentation eher abführend, ab 48 Stunden eher stopfend – ich lasse ihn meistens 1,5 Tage stehen.)
  3. Danach durch ein Plastiksieb in eine Trinkkanne gießen und möglichst frisch trinken. Die Zitrone und Trockenfrucht aus dem Sieb entfernen und den verbleibenden Kefir darin für die nächste Verwendung kurz mit kaltem Wasser durchwaschen.

 

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Wasserkefir: wie weiße Kristalle …

 

Milchkefir

 

Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch andere Kefir-Kulturen, die mit Milch angesetzt werden. Der Milchkefir schmeckt mir persönlich aber nicht, wobei man dazusagen muss, dass ich generell säuerliche Milchprodukte (wie Joghurt) nicht so gerne mag.

 

Wo bekommt man Kefir-Kulturen her?

 

Kefir-Kulturen bekommt man normalerweise nicht im Handel zu kaufen (vergesst die „Kefir“-Produkte aus dem Supermarkt, die haben wenig mit dem Ausgangsprodukt zu tun), aber da der Kefir beim Ansetzen des Getränks von selbst immer mehr wird, haben viele AnwenderInnen immer genug davon abzugeben (ihr werdet es selbst merken – es tut weh, wenn man jedes Mal beim Neu-Ansetzen einen Teil des Kefirs wegwerfen muss, weil er zu viel geworden ist).

 

Eine Liste von Privatpersonen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, …, die bereit sind, ihren Kefir mit euch zu teilen, findet ihr hier: kefir.at

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