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Natur

Warum man Palmkätzchen nicht abschneiden sollte

Sie sind eine beliebte Deko und traditioneller Bestandteil des Osterstrauchs: Weidenzweige mit kuschelig-weichen Palmkätzchen dran. Mir gefallen sie auch total gut – seit ich mich aber im Zuge des Imkerns mehr mit Bienen und ihrer natürlichen Nahrung beschäftigt habe, lasse ich sie lieber draußen am Strauch. Wieso?

Weidenkätzchen als wichtige Futterquelle

Weiden blühen bereits sehr zeitig im Frühling – ab März, bei milder Witterung sogar schon ab Februar. Das ist eine Zeit, in der Bienen sonst nicht viel an Nahrung finden, aber viel Energie für den Aufbau ihrer Völker brauchen – da ist die Weide ein wichtiger Pollenspender. Deshalb freue ich mich im Frühling immer, wenn ich beim Spazierengehen eine blühende Weide sehe, in der es brummt und summt vor lauter eifriger Bienen mit dicken Pollenhöschen.

Alternativen für den Osterstrauch

Glücklicherweise gibt es zahlreiche Alternativen für einen dekorativen Osterstrauch – etwa blühende Forsythienzweige. Diese kann man bedenkenlos abschneiden, denn sie produzieren weder Nektar noch Pollen, sind für Insekten also vollkommen wertlos. (Noch besser wäre es natürlich, man würde statt Forsythien insektenfreundliche Sträucher in den Garten pflanzen wie etwa Kornelkirschen, auch Dirndln genannt.) Ihr könnt aber auch den Obstbaumschnitt „upcyceln“ und hier schöne Zweige für den Osterstrauch verwenden, oder farblich spannende Äste wie vom Roten Hartriegel (hier zu sehen >>>).

Palmzweige aufheben

Falls ihr schon geschnittene Palmzweige habt, könnt ihr auch überlegen, sie fürs nächste Jahr wiederzuverwenden, denn sie halten sich wirklich sehr lange. Dazu einfach trocken in Zeitungspapier einwickeln und zum Beispiel im Keller lagern.

Habt ihr noch weitere Tipps für einen alternativen Osterstrauch?