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Garten

Wurzelnackte Sträucher pflanzen

Jetzt, im blattlosen Zustand, ist die beste Zeit, um wurzelnackte Sträucher zu (ver)pflanzen. Wurzelnackt bedeutet, dass kein Erdballen rund um die Wurzeln ist, also Sträucher etwa nicht in einem Topf verkauft / geliefert werden, sondern dass die Wurzeln beim Verpflanzen eben ganz nackt sind.

 

Was bringt das?

Das hat zwei große Vorteile: Zum einen sind diese Gehölze viel billiger als getopfte Pflanzen, und auch die Transportkosten sind geringer, weil die Pflanzen leichter sind – man spart also doppelt.

 

Zum anderen sind der Transport und das Verpflanzen in diesem Zustand für die Sträucher viel schonender. Sie befinden sich in einem Ruhezustand und können dann auch in der neuen Erde leichter anwachsen, weil die Wurzeln nicht den Unterschied zwischen (gedüngtem) Topfsubstrat und der Freilanderde „verkraften“ müssen.

 

Gibt es auch Nachteile?

Der einzige „Nachteil“ bei wurzelnackten Sträuchern ist, dass man sie eben nur in der Ruhezeit von Herbst bis Frühling pflanzen soll, am besten auch, solange sie blattlos sind. (Und natürlich nur, wenn der Boden nicht gefroren ist.) Da dies aber sowieso die beste Zeit ist, um Gehölze zu pflanzen, weil die Witterung dann feucht genug ist, sehe ich das nicht wirklich als Einschränkung.

 

Nach dem Pflanzen sollte man die Sträucher um etwa ein Drittel zurückschneiden – so kompensiert man, dass die Gehölze im Zuge des Aus- und Eingrabens auch ein bisschen Wurzelmasse verloren haben.

 

Düngen beim Einpflanzen?

Beim Thema Düngung scheiden sich die Geister – soll man die Erde im Pflanzloch mit Kompost oder Blumenerde verbessern? Ich bin der Ansicht, dass das zu Beginn eher kontraproduktiv ist und die Sträucher im Gegenteil angeregt werden sollten, auf der Suche nach Nährstoffen schnell kräftige Wurzeln zu entwickeln. Deshalb werde ich die jetzt im Herbst gepflanzten Gehölze erst im Frühjahr mit Hornspänen düngen.

 

Das kommt aber sicher auch darauf an, wie empfindlich die jeweiligen Pflanzen sind. Da ich im Garten hauptsächlich heimische Wildgehölze verwende, hatte ich diesbezüglich nie Probleme.

 

Nicht vergessen, nach dem Pflanzen die Erde im Pflanzloch mit dem Fuß anzudrücken und mit Wasser ordentlich einzuschlämmen, damit alle Wurzeln gut Erdkontakt haben!

 

Seid ihr auch noch im Pflanzfieber oder schlummert euer Garten schon im Winterschlaf?